Aluminium-Serienfertigung

Wo gefräst wird, fallen Späne

Warum hohe Spanmengen in der Aluminium CNC Bearbeitung ein direkter Einflussfaktor auf Prozesssicherheit, Maschinenverfügbarkeit und Bauteilqualität sind.

Hohe Spanmengen in der Aluminium-Serienfertigung

Bei der Aluminium CNC Bearbeitung entstehen durch hohe Schnittwerte und große Zeitspanvolumen oft enorme Spanmengen. Gerade in der Serienfertigung ist das kein Nebenthema, sondern ein direkter Einflussfaktor auf Prozesssicherheit, Maschinenverfügbarkeit und Bauteilqualität.

Aluminium lässt sich zwar sehr wirtschaftlich zerspanen, produziert dabei aber häufig leichte, voluminöse oder lange Späne. Diese Späne müssen sicher aus dem Arbeitsraum abgeführt werden. Bleiben sie an ungünstigen Stellen hängen, können sie den Fertigungsprozess massiv stören.

Späne an kritischen Stellen im Maschinenraum

Leichte Aluminiumspäne haften sich gerne dort an, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann: über oder neben der Werkzeugwechselklappe, an Abdeckungen, in Ecken des Maschineninnenraums oder in Bereichen mit Luftströmung und Kühlschmiermittelnebel.

Besonders kritisch wird es beim Werkzeugwechsel. Gerät ein Span durch den entstehenden Sog zwischen Spindel und Werkzeugaufnahme, kann er sich dort verklemmen. Die Folge ist ein schlechter Rundlauf des Werkzeugs. Im schlimmsten Fall wird das nächste Bauteil fehlerhaft bearbeitet und ist Ausschuss.

In einer stabilen Aluminium Serienfertigung muss deshalb auch der Werkzeugwechsel abgesichert sein. Sperrluft an der Werkzeugaufnahme ist eine wichtige Maßnahme. Noch besser ist es, wenn die Aufnahme während des Werkzeugwechsels aktiv gespült wird, damit Späne gar nicht erst zwischen Spindel und Aufnahme gelangen.

Kurze Späne sparen Platz und erhöhen Prozesssicherheit

Ein weiteres Thema ist die Entsorgung. Lange, leichte Aluminiumspäne füllen Spänekübel schnell, obwohl sie relativ wenig Gewicht haben. Dadurch müssen Kübel häufiger geleert werden, und die Fertigung wird unnötig unterbrochen.

Eine einfache und oft sehr wirksame Lösung ist der Einsatz geeigneter Werkzeuge. Fräser mit Spanbrecher-Geometrie oder Schrupp-Verzahnung erzeugen deutlich kürzere Späne. Das Ergebnis ist in vielen Fällen enorm: Die Spänekübel werden nicht nur voller, sondern teilweise deutlich schwerer, weil die kurzen Späne viel dichter liegen.

Erfahrung entscheidet über stabile Serienprozesse

Bei Gerdt CNC-Technik berücksichtigen wir den Späneanfall bereits bei der Prozessauslegung. Für Aluminiumbauteile nach Zeichnung betrachten wir nicht nur Maßhaltigkeit und Oberfläche, sondern auch Spanbildung, Maschineninnenraum, Werkzeugwechsel, Kühlung und Entsorgungsaufwand. So entstehen stabile Prozesse für wirtschaftliche Serienbauteile aus Aluminium.